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Stichsäge gebraucht kaufen – darauf sollten Sie achten!

Bosch Professional Stichsäge GST 90 E TestStichsägen werden auf dem Markt von vielen renommierten Markenherstellern angeboten. Jedes Modell kann hier unterschiedliche Leistungsmerkmale aufweisen. Nicht immer müssen Sie auf ein fabrikneues Modell zurückgreifen. Viele guten Elektrowerkzeuge lassen sich auch gebraucht recht günstig kaufen.

In unserem Ratgeber möchten wir Sie auf die wichtigsten Kaufkriterien hinweisen, worauf Sie beim Kauf einer gebrauchten Stichsäge achten sollten.

Die wichtigsten Kaufkriterien im Überblick

Der äußere Zustand

Verständlicherweise können Sie bei gebrauchten Elektrowerkzeugen nicht von einem einwandfreien äußeren Zustand ausgehen. Durch regelmäßigen Gebrauch ergeben sich zwangsläufig Abnutzungserscheinungen, die sich durch Kratzer am Kunststoffgehäuse bemerkbar machen. In den Gehäuserillen werden Sie auch leichte Verschmutzungen durch Sägemehl feststellen.

Vorsichtig sollten Sie sein, wenn das Gehäuse Brüche aufzeigt. Dies deutet darauf hin, dass die Säge evtl. heruntergefallen ist. Mögliche Schäden an der Elektronik oder am Motor sind in diesem Fall nicht ausgeschlossen.

Die Schnitttiefe

Die Schnitttiefe ist ein wichtiges Kaufkriterium. Diese richtet sich immer an den zu sägenden Werkstoff. Die meisten Hersteller geben die Schnitttiefe in Millimeter an. So können moderne Stichsägen in Holz bis zu 150 mm tief sägen, in Aluminium bis zu 20 mm und in Stahl zum Beispiel bis 10 mm. Verständlicherweise muss hierbei auch das Sägeblatt darauf abgestimmt sein.

Bei einer gebrauchten Stichsäge handelt es sich in aller Regel um etwas ältere Geräte. Hier können die Werte stark abweichen, wobei mitunter auch geringere Tiefen nur möglich sind. Erkundigen Sie sich vorher genau, welche Materialien Sie sägen müssen und wie dick diese sind. Bei Holz sollten es aber wenigstens 90 mm sein.

Der Sägeblattwechsel

Das wichtigste Arbeitswerkzeug einer Stichsäge ist das Sägeblatt. Dieses müssen Sie auf einfache Weise wechseln können. Bei aktuellen Modellen finden Sie einen werkzeuglosen Schnellspannverschluss. Andere Stichsägen werden mit einem kleinen Sechskantschlüssel ausgeliefert. Dieser dient zum Fixieren des Sägeblattes.

Bei gebrauchten Stichsägen kann es auch noch andere Befestigungsmöglichkeiten geben. Hierzu gehört das Festdrehen einer Stellschraube mithilfe eines langen Schraubendrehers, der durch das vordere Gehäuse geführt wird. Sobald die Schraube gelockert ist, kann das Sägeblatt durch _eine leichte Drehbewegung aus dem Schacht_entnommen werden.

Nach Möglichkeit sollte sich hinter dem Sägeblatt ein kleines Metallrad befinden, welches das einseitig eingespannte Sägeblatt in der richtigen Position beim Sägen hält und für Stabilität sorgt.

Achten Sie bei einer gebrauchten Maschine darauf, dass der Aufnahmeschacht nicht verbogen ist. Ansonsten können Sie kaum einen geraden Schnitt erzeugen. Insbesondere bei einer heruntergefallenen Stichsäge mit eingesetztem Sägeblatt kann es hier zu Verbiegungen kommen.

Die Sägeblattaufnahme

Ein nicht zu unterschätzendes Kriterium stellt der Aufnahmeschaft eines Stichsägeblattes dar. Die größte Verbreitung findet der sogenannte T-Schaft, der für die meisten Stichsägenmodelle mittlerweile verwendet werden kann.

Zu den bekannten Herstellern gehören:

  • Bosch,
  • AEG,Makita 4329 Stichsäge
  • DeWalt,
  • Festool,
  • Flex,
  • Hitachi,
  • Kress,
  • Mafell,
  • Makita,
  • Metabo,
  • Milwaukee,
  • Skil,
  • Protool und
  • Peugeot.

Darüber hinaus gibt es noch den sogenannten Ein-Nockenschaft, der von Black & Decker, Ryobi, Skil, Stayer und Haager verwendet wird. Die Sägeblätter der Stichsägen von Fein haben am Ende lediglich eine Rechteckform ohne Einkerbung oder Ausbuchtung. Sägeblätter etwas älterer Geräte von Bosch, AEG, Matabo und Rockwell besitzen einen Doppel-T-Schaft, der jedoch tiefer angesetzt ist, als der einfache T-Schaft.

Ältere Peugeot-Stichsägen benötigen Sägeblätter mit einem Haken am Schaftende. Bei älteren Makita-Maschinen werden Sägeblätter benötigt, die am Schaftende zwei unterschiedliche Lochbohrungen besitzen. Hier müssen Sie beim Kauf darauf achten, welche Aufnahmevorrichtung die Stichsäge besitzt. Ideal wäre natürlich die Standardaufnahme mit T-Schaft.

Jedoch muss ein exotisches Schaftende nicht bedeuten, dass eine gebrauchte Stichsäge schlecht ist. Insbesondere hochwertige Marken und Profigeräte können über viele Jahre zuverlässig im Einsatz sein und auch als Gebrauchtgerät empfohlen werden. In gut sortierten Werkzeugfachgeschäften oder im Internet finden Sie auch für diese Stichsägen die passenden Sägeblätter.

Gebrauchte Akku-Stichsägen

Bosch Akku Stichsäge PST 18 LIMit einer akkubetriebenen Stichsäge sind Sie unabhängig und können ohne störendes Netzkabel Sägearbeiten vornehmen. Vorteilhaft ist, dass Sie dabei nicht auf ein Stromkabel im Arbeitsbereich achten müssen, welches Sie vielleicht durchsägen.

Problematisch bei gebrauchten Akku-Stichsägen ist die Qualität des Akkus. Bei günstigen Herstellern können Sie den Akku nicht wechseln. Ist dieser eingebaut, unterliegt er natürlich derselben Alterung, wie die Stichsäge selbst.

Erkennbar wird dies daran, dass trotz einer Akkuvollladung nur eine geringe Laufleistung erzielt wird. Teilweise können Sie dann nur noch etwa 5 Minuten mit Ihrer gebrauchten Akku-Säge etwas zusägen.

Vorteilhaft sind Gebrauchtgeräte, bei denen sich der Akku auswechseln lässt. Je nach Hersteller und Modell können Sie hier einen frischen Akku als Ersatz bekommen. Glücklicherweise haben sich im Internet etliche Anbieter auch auf exotische Bauformen spezialisiert.

Erfahrungsgemäß wurden ältere Akku-Stichsägen noch mit einem Nickel-Cadmium-Akkumulator, kurz NiCd-Akku betrieben. Bis in die 90er Jahre war der NiCd-Akku der am meist verkaufte wiederaufladbare Akku für den Endverbrauchermarkt. Nachteilig war die kurze Lebensdauer, die infolge eines fehlerhaften Lade- und Endladeverfahrens hervorgerufen wurde.

Diese Akkus wiesen den berüchtigten Memory-Effekt auf. Wenn ein NiCd-Akku nicht richtig entladen wurde, merkte sich der Akku den letzten Entladezustand und konnte darüber hinaus nicht mehr seine volle Kapazität erreichen.

Seit 2009 sind hierzulande NiCd-Batterien verboten, da die Herstellung von Cadmium als umweltgefährdend eingestuft ist. Keinesfalls sollten Sie eine Akku-Stichsäge kaufen, die noch auf diese alte Akku-Technologie zurückgreifen.

Eine Alternative stellen die Metallhydrid-Akkus, kurz NiMH-Akkus dar. Diese werden seit 2006 angeboten und verrichten auch in Akku-Werkzeugen ihren Dienst.

NiMH-Akkus weisen eine geringe Selbstentladung auf. Sie reagieren aber sehr empfindlich auf eine Überhitzung, Überladung, falsche Polung und eine Tiefentladung. Das Ladeverfahren ist mit speziellen Ladegeräten möglich. Wer diese Punkte beachtet, kann auch mit einer NiMH-Stichsäge viel Freude haben. Jedoch empfehlen wir Ihnen, sich in diesem Fall einen frischen NiMH-Akku für das Gerät zuzulegen. Wie bereits erwähnt, unterliegt jeder Akku einem Alterungsprozess.

Auf der sicheren Seite sind Sie bei einem Gebrauchtgerät mit einem Lithium-Ionen-Akku. Diese werden zwar mit einem speziellen Ladegerät aufgeladen, können aber ansonsten zu jeder Zeit nachgeladen werden. Einen Memory-Effekt gibt es bei dieser Akku-Technologie nicht.

Lithium-Ionen-Akkus gehören zum aktuellen Stand der Technik bei der Akku-Energieversorgung von Elektrowerkzeugen. Unabhängig davon kommt es auch hier wieder auf das Alter an. Ersatz-Akkus sind nicht gerade preiswert. Vor dem Kauf einer gebrauchen Akku-Stichsäge mit Lithium-Ionen-Akku sollten Sie den Zustand überprüfen und sich fragen, ob sich nicht doch eine Neuanschaffung lohnt.

Der Preis

Im Internet werden viele gebrauchten Elektrowerkzeuge und natürlich auch Stichsägen angeboten. Beachten Sie, dass für einfache Sägearbeiten neue Einstiegs-Stichsägen schon für rund 20 Euro angeboten werden. Natürlich dürfen Sie hier keine hohe Leistung erwarten, jedoch reicht diese für gelegentliche Holzsägearbeiten vollkommen aus. Auf einen Pendelhub müssen Sie jedoch in dieser Preiskategorie verzichten.

Sehr gute Pendelhub-Stichsägen von bekannten Markenherstellern finden Sie aber auch schon für rund 75 Euro. Da stellt sich natürlich die Frage, wie viel Sie für eine gebrauchte Stichsäge ausgeben sollen. Überprüfen Sie in diesem Fall die Maschinenleistung in Watt und die Schnitttiefe. Ebenso erhalten Sie bei gebrauchten Stichsägen häufig auch noch eine Menge an Zubehör dazu, welches Sie sich bei einer neuen Stichsäge erst teuer erkaufen müssen.

Auf den Verkäufer achten

Stellen Sie sich unbedingt die Frage, wer Ihnen die gebrauchte Stichsäge verkauft. Handelt es sich um einen Heimwerker, dann können Sie von einem geringen bis mittleren Gebrauch der Maschine ausgehen. In aller Regel befinden sich diese Stichsägen in einem guten gebrauchten Zustand. Selbst äußere Verschmutzungen weisen diese Geräte nur wenig auf.

Anders sieht dies bei einem Handwerker aus, der seine Stichsäge aus beruflichen Gründen in der Werkstatt genutzt hat. Hier müssen Sie damit rechnen, dass der Motor, das Lager und auch die Kohlebürsten arg gelitten haben. Die Stichsäge wurde schließlich täglich eingesetzt und hat sich im Laufe der Zeit quasi verbraucht. Wenn es sich hier nicht um ein absolutes Profi-Modell der höchsten Preisklasse handelt, welches Sie günstig bekommen können, dann sollten Sie von einer Handwerkermaschine Abstand nehmen.

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